Salsa bedeutet, ins Deutsche übersetzt, Soße und hat sich unter anderen Einflüssen vor allem aus dem Cubanischen Son entwickelt. Als die Salsa in den 1970er-Jahren in New York zunehmend populärer wurde, bildete sich passend zur neuen Musik auch ein eigener Tanzstil: der New York Style - bestimmt durch die kubanische und puerto-ricanische Schule und angereichert durch eine Vielzahl anderer Tanzschulelemente. Ende der 80er Jahre hatte er auch die Westküste der USA erreicht und manifestierte sich dort als L.A.-Style. Im Grunde unterscheiden sich die einzelnen Stile und Schulen nicht gravierend; wer einen dieser Tanzstile beherrscht, kann problemlos auch mit Tanzpartnern aus anderen Schulen tanzen.

Cuban Style

Der Cuban Style wird eher kreisend getanzt. Als Variation kann eine Betonung auf die 4 und die 8 getanzt werden. Viele Figuren können im einfachen Paartanz ausgeführt werden; darüber hinaus bestimmen Wickelfiguren und die dominante Führung des Mannes das Tanzbild. Der Cuban Style, auch „Casino“ oder „De la calle“ genannt, wird ursprünglich „auf 2“ (Son) und „auf 3“ (Salsa), in westlichen Regionen meistens aber „auf 1“ getanzt.

New York Style

New York Style als Mischung aus puerto-ricanischem und kubanischem Tanz spiegelt alle tänzerischen Elemente der beiden Länder wider, insbesondere den städtisch-eleganten „Urbano“ in Havanna. Er zeichnet sich durch seine Geradlinigkeit sowie die Verwendung von Schritttechniken und leichten Showfiguren aus (z. B. Fallfiguren). Ursprünglich wurde der New York Style „auf 1“ getanzt, er kann jedoch auch, insbesondere von professionellen Tänzern, „auf 2“ getanzt werden.

Los Angeles Style

Los Angeles Style, entstanden zwischen 1995 und 2000, und wird häufig als L. A. Style abgekürzt. Als Erfinder gelten die Brüder Luis, Francisco und Jonny Vazquez. Noch mehr als der New York Style enthält er choreographische Elemente und Showfiguren, was ihn insbesondere bei Kinoproduktionen, Wettbewerben und Tanzturnieren beliebt macht. Er ist temperamentvoller und wird immer „auf 1“ getanzt.

Puerto Rican Style

Puerto Rican Style entspricht in Grundschritt und Tanzfiguren dem New York Style, er wird insgesamt aber offener getanzt. Die Partner präsentieren sich hier voreinander wirkungsvoll durch ausgefeilte Schrittkombinationen. Puerto-ricanische Tänzer tanzen weniger punktsymmetrisch und brauchen bei ihren Figuren oft mehr Platz.

Cumbia Style

Diese auch Latin Style oder Colombian Style genannte Stilrichtung basiert auf der kolumbianischen Cumbia und unterscheidet sich daher erheblich von den oben genannten Formen. Charakteristisch sind die offene Tanzhaltung, das Führen mit nur einer Hand und das kreisförmige Tanzen der Partner. Der kolumbianische Tanzstil ist der in Lateinamerika verbreitetste Salsa-Tanzstil wird aber sonst in der Salsa Szene kaum getanzt.


Verwandte Tänze

In der heutigen Salsa Szene werden neben der Salsa vor allem Rueda de Casino, Merengue, Bachata, cha cha cha und Reggaeton getanzt. Als weiter wichtige Einflussfaktoren der Salsa sind folgende Tänze zu nennen: Son, Afro, Rumba, cha cha cha.

Rueda de casino

Hier finden sich mehrere Paare in einer kreisförmigen Formation zusammen und tanzen auf Anweisung eines Sängers synchron miteinander. Vor allem der Einsatz von Spaßelementen wie Partnerwechsel, lauten Ausrufen oder sexuell anzüglichen Figuren macht diese Tanzform recht beliebt. Unterschiedliche Kommandos können dabei für Verwirrung sorgen.

Merengue

Merengue wird als Paartanz getanzt. Jeder Taktschlag wird gleichmäßig mit einem Schritt nach vorne, hinten oder zur Seite getanzt. Charakteristisch für den Tanzstil ist bei jedem Schritt eine markante Hüftbewegung. Dadurch erhält der Tanz eine stark sinnliche Komponente. Unterstützt wird dies durch eine sehr körperbetonte Tanzweise – eine offene Tanzhaltung ist eher die Ausnahme. Eine wichtige Rolle spielen bei den Drehungen die Arme, welche einzelne, sehr aufwändige Figuren und Kombinationen erzeugen können.

Bachata

Genau wie Merengue und Salsa ist Bachata kein standardisierter Tanz, d.h. es gibt viele Variationen und Bewegungsabläufe. Da Bachata normalerweise sehr eng und hüftbetont getanzt wird, gehört er zu den erotischsten Tänzen überhaupt. In Europa wird Bachata meist mit etwas Körperabstand getanzt, wobei auch Figuren mit eingebaut werden.

Reggaeton

Der Reggaeton hat sich zu einen der bedeutesten Lateinamerikanischen Musikstilen entwickelt. Die Text sind meistens recht ordinär und sehr anzüglich. Auf Reggaeton wird der Perreo getanzt. Der Perreo ist ein Straßentanz und besitzt keine festgelegte Technik oder choreografierte Figuren, obwohl es einige Versuche systematischer Ordnungen gibt. Dennoch gibt es ungeschriebene Richtlinien, wie Perreo auszusehen hat. Technisch entspricht der Perreo dem Tanzstil der Hip-Hop-Musikvideos: Leichtes Beugen der Knie auf betonten Taktschlägen, die Tänzer wirken lässig und machen typische Gesten, die Tänzerinnen provozieren durch starke Hüftbewegungen. Dazu kommen Techniken, die lateinamerikanischen Tänzen wie Merengue und Salsa entlehnt sind, wie etwa Hüftbewegungen und das gemeinsame In-die-Knie-gehen-und-wieder-Aufrichten.

Cha cha cha 

Die ursprüngliche Cubanische Form des Cha-Cha-Cha ist dem Mambo sehr ähnlich und wird heute noch hauptsächlich in der Salsa-Szene getanzt. Der kubanische Cha-Cha-Cha wird klein und „erdig“ getanzt, das heißt die Schritte werden stets auf dem ganzen Fuß angesetzt und die Füße kaum vom Boden gehoben.

Son

Der Son (übersetzt — Laut, Klang, Schall, Ton) ist ein Musikstil aus Kuba. Die historischen Wurzeln des Son Cubano reichen etwa in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Der Son Cubano entwickelte sich durch die Verschmelzung von afro-kubanischen Trommelrhythmen mit der Gitarrenmusik spanischer Farmer im ländlichen Osten der Insel. Motive aus Tanzformen der spanischen Kolonisatoren, wie Menuett, Contradanza, Bolero oder Zapadeado, mischten sich mit den afro-kubanischen Rhythmen zu einem eigenständigen Musikstil. Der Son Tanz ist sehr langsam und gefühlvoll und wird contra tiempo getanzt.

Afro Cuban

Die Wurzeln von Afro Cuban liegen in Afrika und hängen mit der Sklaverei zusammen. Im Afro Cuban werden oft Szenen aus dem Leben der Sklaven getanzt. Die Musik ist sehr stark durch die Trommeln geprägt. Afro Cuban hat bis heute einen sehr starken Einfluss auf alle Tänze mit cubanischer Abstammung wie: Rumba, SON, Salsa, ...

Rumba

Die Rumba ist ein erotischer Werbetanz aus Cuba afrokubanischer Herkunft, der heute zu den Gesellschafts- und Turniertänzen zählt. Seine besondere künstlerische Charakteristik liegt im Spiel zwischen Mann und Frau. In einer gut getanzten Rumba wird intensiv umeinander geworben, im künstlerischen Kontrast dazu werden beide Partner ab und zu fahnenflüchtig und müssen vom Anderen zur Rückkehr gelockt werden. In rhythmischer Hinsicht liegt der Rumba die Clave-Figur zugrunde, die mit den afrikanischen Sklaven nach Kuba kam. Neben den in Kuba verbreiteten Rumbaformen Columbia und Yambú ist der städtische Guaguancó dort die heute beliebteste Form. Die Cubanischen Formen der Rumba haben mit der in Europa getanzten Rumba nicht sehr viel gemeinsam.

Cuba die Wurzel vieler Tänze

Wie man in den Beschreibungen zu den oben genannten Tänzen sieht, liegt die Wurzel sehr vieler Tänze und Musikstile in Cuba. Sie lassen sich auf eine Mischung aus Afro und Spanisch, Französischer und Nord Amerikanischer Einflüsse zurückführen.